BEUTE HEIMBRINGEN
Warum bringen wir Katzen unseren Dosenöffnern oft frisch gefangene Beute nach hause?

Weil wir unsere Dosenöffner als hoffnungslos unfähige Jäger ansehen!!
Obwohl wir normalerweise zu
Dosenöffner wie zu unseren Adoptiveltern aufblicken, betrachten
wir unsere Dosis in dieser Hinsicht als unsere
Familie, mit
anderen Worten, als unsere Jungen.
Wenn kleine Kätzchen nicht wissen, wie sie Mäuse und Vögel fangen und fressen sollen, muss die
Katzenmutter
es ihnen zeigen. Katzen, die Beutetiere heimbringen und ihren Dosenöffnern als
Geschenk
anbieten,
sind meist auch sterilisierte Weibchen.
Nicht in der Lage, für ihren eigenen Nachwuchs zu jagen, jagen wir nun für unsere menschlichen
Gefährten.
Der beschenkte Mensch schreckt häufig entsetzt und ärgerlich zurück, insbesondere
dann,
wenn der kleine
Vogel
oder das Nagetier noch halb lebendig ist und um sein Leben kämpft.
Wir Katzen sind von dieser unverständlichen Reaktion völlig ratlos. Für unsere grosszügige Geste
gescholten,
erscheint uns der menschliche Freund wieder einmal absolut rätselhaft.
Die richtige Reaktion bestünde darin, uns Katzen für unser mütterliche Grosszügigkeit zu loben,
uns das Beutetier
mit vielen Streicheleinheiten und Komplimenten abzunehmen und es schleunigst
verschwinden zu lassen.
Die Katzenmutter:
Unter natürlichen Bedingungen bringt eine Katzenmutter ihrem Wurf schrittweise das Fangen von
Beutetieren bei. Wenn die Kleinen etwa sieben Wochen alt sind, tötet sie ihre Beutetiere zwar an
Ort
und Stelle,
doch anstatt sie gleich zu verzehren, bringt die Katze sie zu ihren Jungen.
Dort fängt sie an, das getötete Tier zu fressen, und lässt die Jungen dabei zuschauen.
Die nächste Phase besteht darin, dass sie wiederum die tote Beute mitbringt, aber mit ihr spielt,
bevor sie sie verzehrt, sodass ihre Katzenjungen beobachten können, wie sie das Beutetier mit den
Pfoten schlägt und packt.
Die dritte Phase schliesslich beinhaltet, dass die Katzenmutter ihren Jungen das Beutetier zum Fressenüberlässt.
Aber noch immer ist die Mutter nicht bereit zu riskieren, den Jungen ein lebendiges oder
selbst
ein
halbtotes Tier zu bringen, weil es sie leicht beissen oder angreifen könnte, wenn sie nicht
damit
rechnen.
Das tut sie erst, wenn die Kleinen schon ein wenig älter sind, und dann tötet sie
zunächst selber
das Beutetier
von deren Augen. Sie schauen aufmerksam zu und lernen dabei. Unter
Umständen werden sie
die Mutterkatze dann bereits bei der Jagd begleiten und versuchen, selber
ein
Beutetier zu erlegen
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